Kündigung

Die Kündigung

Bei einer Kündigung handelt es sich um die einseitige Erklärung des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers, das bestehende Arbeitsverhältnis sogleich oder unmittelbar nach Ablauf der Kündigungsfrist beenden zu wollen. Damit sie wirksam wird, muss die Kündigung der anderen Partei zur Kenntnis gelangen. Laut Gesetz muss die Kündigung schriftlich erfolgen.

Arten von Kündigungen

Die Kündigung durch den Arbeitnehmer kann ohne Angabe von Gründen jederzeit erfolgen. Dabei muss er die gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende einhalten, sofern nicht etwas anderes vertraglich vereinbart worden ist. In manchen Fällen ist jedoch eine Freistellung durch den Arbeitgeber möglich.

Die Kündigung durch den Arbeitgeber hingegen ist von einer Reihe von gesetzlichen Schutzbestimmungen (beispielsweise für Schwangere oder behinderte Arbeitnehmer) geregelt. Diese schreiben einen allgemeinen und besonderen Kündigungsschutz vor, schließen Diskriminierungs- und Trotzkündigungen aus oder verlangen zur Wirksamkeit der Kündigungserklärung die Mitwirkung des Betriebsrates, sofern dieser existiert.

Eine ordentliche oder fristgerechte Kündigung liegt vor, wenn die Kündigungsfrist eingehalten wird. Für diese muss ein Kündigungsgrund vorliegen, der zwingend im Kündigungsschreiben festzuhalten ist. Der Grund für die Kündigung muss diese sozial rechtfertigen können, was zum Beispiel krankheits-, personen-, betriebs- und verhaltensbedingt der Fall sein kann. Die einzuhaltenden Kündigungsfristen sind dabei gesetzlich geregelt (siehe oben). Beachtet werden muss dabei auch, dass mit der steigenden Dauer der Betriebszugehörigkeit die Kündigungsfrist auf bis zu sieben Monate steigt.

Bei der außerordentlichen oder fristlosen Kündigung müssen keine Fristen eingehalten werden. Hierbei spielt der Kündigungsgrund eine zentrale Rolle. Dieser liegt vor, wenn der Arbeitnehmer vom Unternehmen unter keinen Umständen mehr im Betrieb geduldet werden kann. Dies kann bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen, strafbaren Handlungen oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz der Fall sein. In bestimmten Fällen jedoch muss auch bei der Kündigung aus wichtigem Grund eine soziale Auslauffrist für das Arbeitsverhältnis berücksichtigt werden.

Bei einer Änderungskündigung wird das bestehende Arbeitsverhältnis aufgelöst, wobei diesem jedoch sofort ein neues Beschäftigungsverhältnis im selben Betrieb, jedoch zu geänderten Vertragsbedingungen, nachfolgt.

Das Verhalten vor und nach der Kündigung

Unabhängig davon, ob man selbst kündigt oder gekündigt wird, ist angeraten, sich schnellstmöglich um ein neues Beschäftigungsverhältnis zu kümmern. Man kann beispielsweise Jobbörsen oder Business-Netzwerke nach einer neuen Stelle durchstöbern oder sich bei Bekannten, Freunden oder (ehemaligen) Kollegen nach offenen Stellen umhören.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich an Personalvermittler zu wenden. Mit einer Onlinebewerbung bei pluss sind Sie schon bald wieder zurück im Arbeitsleben!