Mindestlohn für Zeitarbeit

Mindestlohn für Zeitarbeit

Der Terminus "Zeitarbeit" beschreibt eine bestimmte Form des Arbeitsverhältnisses, in das anders als im üblichen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-System drei Parteien eingebunden sind. Der Arbeitnehmer ist nicht direkt bei einem Unternehmen angestellt, sondern ist Angestellter einer Leiharbeitsfirma, dem sogenannten Verleiher. Dieser verteilt die Arbeitskräfte nach Bedarf und Qualifikation an Unternehmen, die aktuell Verwendung an geliehenem Personal haben. Alle Rahmenbedingungen des Austauschs, darunter der Mindestlohn für Zeitarbeit, sind im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AüG) geregelt.

Entwicklungen der Bestimmungen zum Mindestlohn bei Zeitarbeit

Bereits seit April 2014 gibt es die Verordnung über eine Lohnuntergrenze in der Arbeitnehmerüberlassung, welche den Mindestlohn für Zeitarbeiter festlegt. Dabei wurde eine stufenweise Erhöhung beschlossen, die sogar teilweise die Überschreitung der sonst für Deutschland bestimmten Lohnuntergrenze beabsichtigt. Seit Juni 2016 liegt der Mindestlohn in der Zeitarbeit demnach bei 8,50 Euro im Osten beziehungsweise 9 Euro im Westen. Geringere Gehälter sind seitdem gesetzwidrig.

Tarifvertraglich geregelt und nicht unüblich sind in der Leiharbeitsbranche auch gesonderte Zuschläge, die sich unter anderem nach der Dauer der Anstellung richten und vom Industriezweig abhängen. Da diese prozentual zum Einkommen berechnet werden, steigen sie mit dem Mindestlohn in der Zeitarbeit automatisch an.

Was Sie als Arbeitnehmer über Mindestlohn in der Zeitarbeit wissen sollten

Arbeitnehmerüberlassungen sind häufig für Menschen, die (wieder) ins Arbeitsleben einsteigen wollen, eine gute Möglichkeit, Praxiserfahrung zu sammeln und bei guter Leistung womöglich sogar vom Unternehmen übernommen zu werden. Der gestiegene Mindestlohn in der Zeitarbeit erhöht zusätzlich die Attraktivität dieser Form des Arbeitsverhältnisses. Neben dem Mindestlohn in der Zeitarbeit regelt der für Zeitarbeit geltende Tarifvertrag zudem, dass Sie sozialversichert sind und dass Sie Urlaubsanspruch haben. Ein Vorteil gegenüber der Festanstellung liegt außerdem darin, einen gleichbleibenden Ansprechpartner für administrative Belange zu haben, auch wenn sich Ihr Arbeitsplatz ändert.

Bis Ende des Jahres 2016 ist der Mindestlohn in der Zeitarbeit festgeschrieben. Die Tarifverhandlungen für das nächste Jahr haben bereits begonnen. Laut Informationen des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) wollen Arbeitnehmer dabei vor allem eine Angleichung des Verdienstes zwischen Ost und West erreichen und zudem eine weitere Steigerung des Mindestlohns in der Zeitarbeit erzielen. Die Leiharbeitsbranche kann durch diese überdurchschnittlich hohe Lohnuntergrenze einen Vorsprung in Bezug auf Arbeitnehmerfreundlichkeit gegenüber anderen Anstellungsverhältnissen und/oder Berufszweigen vorweisen.

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