Meine Lebenswelt als OP- und Endoskopiepfleger

Ich, Gesundheits- und Krankenpfleger mit Fachweiterbildung OP/Endoskopie 

 

"Ich bin Robert, 34 Jahre alt und habe ein paar Jahre später nach meiner Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger die Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger im Bereich Operation und Endoskopie absolviert. 

Wir bewältigen im Jahr mehrere tausende Operationen am Patienten. Meine Rolle als Fachkrankenpfleger ist es vor, während und nach operativen und endoskopischen Eingriffen, die Patienten zu pflegen. Die Masse an Operationen verlangt von uns eine hohe Konzentration. Schon allein die Vorbereitung des OP-Saals mit allen medizinisch-technischen Geräten und Instrumenten ist entscheidend für die Durchführung des Eingriffes. Auch die Reinigung von blutverschmierten Instrumenten gehört zu meinem Alltag. Man muss schon für den OP, dem Allerheiligsten, geschaffen sein! Manchmal sieht es aus als wäre eine Bombe im OP eingeschlagen – so ist es eben, das gehört dazu! Sicherlich gibt es Momente während einer OP, in denen man mit seinen Kräften an seine Grenzen kommt, bspw. wenn man eine Klemme in einer schwierigen Situation halten muss und man denkt, meine Arme machen nicht mehr mit, aber für gewöhnlich ist man so konzentriert, dass die Gedanken dann auch schnell wieder verflogen sind. Unterfordert fühlt man sich nach einem Arbeitsalltag im OP nicht! 

Es fasziniert mich nach wie vor jeden Tag, was Mutter Natur geschaffen hat und freue mich, wenn wir bspw. Defekte am Herzen mit dem Team beheben können. Das Resultat bekomme ich zwar nicht richtig am Ende mit, weil dann schon wieder die nächste Operation ansteht, jedoch ist das für mich Lohn genug bei einer schweren Operation zu assistieren. Manchmal begleite ich jedoch noch postoperativ die Patienten und lerne Angehörige kennen. Hier bekomme ich dann auch mal Feedback.  

Ich finde es sehr interessant in Operationen zu assistieren, besonders merkt man hierbei, was Teamarbeit wirklich bedeutet."