Industrie Newsletter Vol. 3

Die Themen dieses Newsletters für die Industrie:


Fachkräftemangel in der Industrie - Vor allem in der mittelständischen Industrie fällt die Rekrutierung von Fachkräften schwer

Der Industrie- und Handelskammertag schlägt Alarm: Der Fachkräftemangel in Deutschland nimmt nach Einschätzung des Verbandes bedrohliche Züge an. 29,4 Milliarden Euro koste der Mangel an geeignetem Personal das Land. Derzeit können über 50 Prozent der vakanten Positionen im gewerblichen/handwerklichen Bereich nicht bedarfsgerecht besetzt werden.

Die Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter 20.000 Unternehmen ergab, dass der Wirtschaft aktuell rund 400.000 Fachkräfte fehlen. "In der Zusammenarbeit mit unseren Kunden erleben wir, dass alle Branchen im Industriesektor gleichermaßen betroffen sind. Der Fachkräftemangel ist hier längst ein umfassendes Problem", so Jörn Löffler, Leiter Geschäftsbereich Industrie bei der pluss Personalmanagement GmbH. Lediglich großen, renommierten Unternehmen fällt die Rekrutierung seiner Erfahrung nach etwas leichter, während es Mittelständler eher schwer haben.

Jörn Löffler, Geschäftsbereichsleiter pluss Industrie
Jörn Löffler, Geschäftsbereichsleiter pluss Industrie

Seit 2006 befragt der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) seine Mitgliedsunternehmen, inwieweit die Nachbesetzung von offenen Stellen Schwierigkeiten verursacht. Und seitdem ist das Problem fast jedes Jahr größer geworden (Grafik):

Im Jahr 2006 hatte nur rund die Hälfte der industriellen Mittelständler Schwierigkeiten, freie Stellen zu besetzen – mittlerweile sind es annähernd 90 Prozent. Das Mittelstandsbarometer von Ernst & Young ermittelte im Januar 2011, dass mittelständische Unternehmen in Deutschland durch Fachkräftemangel Umsatzeinbußen bzw. nicht realisierte Umsätze in Höhe von 29,4 Milliarden Euro verkraften müssen. 

Diese Entwicklungen zeigen, dass der Fachkräfteengpass längst zu einem strukturellen Problem geworden ist. 

Die Umfrage zu den Maßnahmen von Unternehmen gegen den Fachkräftemangel im Auftrag des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ergab, dass die Unternehmen vor allem auf Aus- und Weiterbildung setzen. Die Betriebe versuchen zwar, durch mehr eigene Ausbildung gegenzusteuern, doch auch diese Bemühungen laufen allzu oft ins Leere – weil es einfach immer weniger junge Menschen auf dem Ausbildungsmarkt gibt. Einerseits sinkt durch den demografischen Wandel die Zahl der Schulabgänger, andererseits gräbt der Run auf die Unis der beruflichen Bildung das Wasser ab. Inzwischen schreiben sich jedes Jahr fast genauso viele junge Menschen an den Hochschulen ein wie eine Berufsausbildung beginnen – im Jahr 2000 kamen auf jeden Studienanfänger noch zwei neue Auszubildende. „Gerade Mittelständler haben oft weder das Personal noch die finanziellen Möglichkeiten, die vom DIHK vorgeschlagenen Maßnahmen umfassend umzusetzen. Ihnen rennt zudem die Zeit davon – und damit die Aufträge“, kommentiert Jörn Löffler den Maßnahmenkatalog. „Betriebe müssen freie Stellen umgehend besetzen, um wirtschaftlich obenauf zu bleiben.”

Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte wird somit härter. Gleichzeitig werden ältere Arbeitnehmer früher in Ruhestand oder Altersteilzeit geschickt. Denn die 'Alten' gelten als teuer und stehen im Ruf, weniger zu leisten als jüngere Kollegen. Doch gerade diese Defizithypothese ist widerlegt. So wies zum Beispiel Dr. Tanja Rabl von der Universität Bayreuth Ende 2010 nach, dass Lebensalter und Leistungsbereitschaft in keinem bedeutsamen Zusammenhang stehen. Je mehr ältere Arbeitnehmer erleben, dass ihnen aufgrund des Alters weniger zugetraut wird und je weniger anspruchsvolle Aufgaben ihnen übertragen werden, desto mehr verlieren sie die Motivation und arbeiten tatsächlich schlechter. Ein Fehler - denn sie können eine Menge leisten.

„pluss Personalmanagement hat bereits vor einigen Jahren mit dem Projekt „Graues Gold – Beschäftigung Ü 50“ gleiche Ergebnisse ermittelt“, so Jörn Löffler. „Unsere z.T. langjährig beschäftigten Ü 50 Mitarbeiter haben eine überdurchschnittlich hohe Einsatzdauer in den Entleihbetrieben, was für eine hohe Kundenzufriedenheit spricht. Und im Vergleich zu den jüngeren Kollegen auch keine abweichenden Ausfallquoten. Sprechen Sie ihren Personaldisponenten doch einfach mal auf diese Fachkräfte an,“ empfiehlt Löffler.


pluss Industrie besucht die HANNOVER MESSE – After Show Report

pluss Industrie besucht die größte Industriemesse der Welt. Bei einer „Guided Technology Tour“ haben sich pluss Kunden und Mitarbeiter über die aktuelle Entwicklung in der Industrie informiert. 

Die HANNOVER MESSE setzte besonders mit ihrem Leitthema "Integrated Industry – Join the Network" zahlreiche Impulse sowohl auf wirtschaftlicher als auch politischer Ebene. Die Vision der Smart Factory wurde konkret. In der Fabrik der Zukunft tauschen Maschinen und Werkstücke permanent Informationen aus und sorgen automatisiert und intelligent für optimale Ergebnisse und effiziente Abläufe. 

Mehr als 220.000 Fachbesucher nutzten die HANNOVER MESSE, um sich über neue Technologien zu informieren und Investitionen zu tätigen. 70.000 Besucher kamen dabei aus dem Ausland. Ein Rekordwert. 6.500 Unternehmen aus 70 Ländern zeigten Technologien für die Produktionsstätten und Energiesysteme der Zukunft.

Mit diesem Erfolg baut die führende Industriemesse ihre Spitzenposition weiter aus. Die Digitalisierung der industriellen Produktion, die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, innovative Zulieferlösungen sowie intelligente Energiesysteme standen im Mittelpunkt des Interesses. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Messe waren die Roboter. Auch in diesem Jahr prägten sie die Bilder der Messe und waren mit ihrer Mischung aus Schnelligkeit, Präzision und Kraft die Besuchermagneten. Die kollaborativen Roboter arbeiten nicht länger hinter Schutzzäunen, sondern werden Seite an Seite mit den Beschäftigten zum flexiblen Teamplayer in der Produktion. 'Kollege Roboter' übernimmt dabei eintönige und körperlich belastende Aufgaben.

Bei einer von pluss organisierten „Guided technology tour“ wurde Kunden und pluss Mitarbeitern bei individuell abgestimmten Besuchen bei verschiedenen Ausstellern gezeigt, dass die sich selbst organisierende Fabrik längst keine Idee auf dem Reißbrett mehr ist "Von der HANNOVER MESSE 2015 nehme ich eine zentrale Botschaft mit: Industrie 4.0 ist in der Gegenwart angekommen. Dass dies für sämtliche Branchen gilt, ist mir in Hannover mehr als deutlich geworden“, so Jörg-Peter Otto, Geschäftsführer der pluss Personalmanagement Lübeck GmbH. „Die Messe zeigt mir, dass wir bei pluss auf dem richtigen Weg sind. Bereits jetzt richten wir das Recruiting unserer Mitarbeiter deutlich mehr auf die neuen Anforderungen der Industrie aus!“ So wie Jörg-Peter Otto waren alle 15 Teilnehmer beeindruckt und haben interessante Anregungen und Ideen auch für den beruflichen Alltag mitgenommen. 

Die HANNOVER MESSE 2016 öffnet vom 25. bis zum 29. April erneut ihre Tore für Besucher in Hannover.


pluss Personalmanagement bei der Mittelstandsmesse im Norden

Die FAIR4BUISNESS ist die bedeutendste und branchenübergreifende B2B-Messe in Schleswig-Holstein. In diesem Jahr am 11. und 12. März in Neumünster.

Gleich mit drei Niederlassungen hat pluss Personalmanagement als Aussteller an der Mittelstandsmesse in Neumünster mitgewirkt. „Eine tolle Möglichkeit für pluss, mit potentiellen neuen Geschäftspartnern Kontakt aufzunehmen und über die Vorteile unserer Personaldienstleistung für Unternehmen und Jobsuchende zu informieren,“ so Zuhal Schlüter, Niederlassungsleiterin der Niederlassung Norderstedt. „Aber auch uns selbst ein Bild über die heutigen und zukünftigen Anforderungen von Unternehmen an einen Personalpartner zu verschaffen,“ ergänzt Gesche Seebandt, Niederlassungsleiterin aus Neumünster.

Norbert Meyer, Verkehrsminister von Schleswig-Holstein, unterstrich bei seiner Eröffnungsrede für die Messe die wichtige Bedeutung von Firmennetzwerken, gerade auch für mittelständisch geprägte Unternehmen. Insbesondere um vor dem Hintergrund der sich ständig weiter entwickelnden Prozesse, wie eindrucksvoll am Beispiel  Industrie 4.0 dargestellt, bezüglich neuester Entwicklungen und gegenseitiger Hilfestellung auf dem Laufenden zu bleiben. Hier nannte er insbesondere für Schleswig-Holstein die zukünftigen Herausforderungen im Bereich Breitbandausbau für ein schnelles Internet, die Infrastruktur aber auch den Fachkräftemangel. „Gerade für den  letzten Punkt konnten wir unseren Gesprächspartnern viele Ansatzpunkte für eine zukünftige Zusammenarbeit bieten,“ schließt Sabine Thomsen, Personaldisponentin aus Pinneberg das Resume einer erfolgreichen Messe.


MESSE TERMINE

JOB Messe Hannover
TUI Arena Expo Plaza
20. und 21.06.2015

Weiterbildungsmesse im Flughafen Hamburg
Terminal Tango
14.10.2015
Hamburg

NORTEC
Die Fachmesse für Produktion im Norden
26.-29.01.2016
Hamburg

HANNOVER MESSE
Industriemesse
25.-29.04.2016
Hannover


Kostenloser Fachvortrag – Minimieren Sie Ihre Haftungsrisiken im Bereich Arbeitssicherheit

Fachvortag von pluss Industrie am 7. Oktober 2015 in Hamburg für Firmenkunden und –Interessenten aus dem Norddeutschen Raum. Es betrifft jeden einzelnen Betrieb.

Unternehmer und Führungskräfte haben für ein sicheres Arbeitsumfeld zu sorgen und Fehlverhalten sowie Fehlfunktionen möglichst auszuschließen. Davon abhängig sind nicht nur die Gesundheit und Unversehrtheit der Mitarbeiter, sondern auch die Funktionstüchtigkeit von Maschinen und Betriebsmitteln. Durch Einhaltung von Vorschriften und den damit verbundenen Maßnahmen schützen Sie sich als Unternehmer oder Führungskraft vor Haftungsrisiken.

Wie Sie sich rechtssicher verhalten, erfahren Sie auf der Kundeninformationsveranstaltung des Geschäftsbereiches pluss Industrie von zwei erfahrenen Fachreferenten. Ebenso wie pluss bei der praktischen Umsetzung unterstützen kann. 

Dazu laden wir Sie am 7. Oktober 2015 von 15 bis 18 Uhr ins Konferenzcenter im BERLINER BOGEN in Hamburg ein. 

Als Fachreferenten konnten wir Prof. Dr. Andreas Borsutzky, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht, sowie Andreas Cuber, externer Berater/Fachkraft für Arbeitssicherheit der FKC Management-System-Beratung GmbH gewinnen. Prof. Dr. Borsutzky beleuchtet für Sie die aktuelle Situation aus rechtlicher Perspektive, insbesondere die Haftungsrisiken für Führungskräfte. Andreas Cuber referiert über die praktische Umsetzung u.a. mit gerichtsfester Dokumentation beispielsweise bei Arbeitsplatzbegehungen und Gefährdungsbeurteilungen. 

Bei einem anschließenden „Get Together“ reichen wir ihnen einen pikanten Imbiss und Sie haben die Gelegenheit, sich mit Referenten und Kollegen auszutauschen.

Der "Berliner Bogen" liegt im Herzen der City-Süd direkt an der Kreuzung Heidenkampsweg/Anckelmannsplatz. Die S-,  U-Bahn und Bus-Station "Berliner Tor" (S1, S2, S11, S21, U2, U3, U4) befindet sich nur wenige Schritte entfernt. (Die Anschrift: HBC im Berliner Bogen, Anckelmannssplatz 1 – Kern C im EG, links, 20537 Hamburg) 

Melden Sie sich gerne bei Jörn Löffler, Leiter Geschäftsbereich Industrie, Tel. 040-23630-130 oder via Mail j.loeffler(at)pluss.de für die kostenlose Veranstaltung an.

Andreas Cuber, FKC-Management-System-Beratung GmbH
Prof. Dr. Andreas Borsutzky,
Rechtsanwalt, Professor für Wirtschaftsrecht