Von Industrie 4.0 zu Arbeit 4.0 – ein Thema im pluss Industrie Newsletter Vol. 5

Die Themen dieses Newsletters für die Industrie:


Von Industrie 4.0 zu Arbeit 4.0 - Eine nachhaltige Strategie zur Lösung des Fachkräftemangels


Zur Deckung ihres Fachkräftebedarfs wird die Metall- und Elektro-Industrie (M+E) künftig alle verfügbaren Potentiale nutzen müssen. Dazu gehört auch die Ausweitung der Beschäftigung älterer Mitarbeiter (60 bis 65 bzw. mittelfristig bis 67). Die fortschreitende Digitalisierung kann den Rückgang der Arbeitskräfte ausgleichen. Wichtig ist die ständige Bildung der Beschäftigten.

Die M+E Unternehmen haben bereits in den zurückliegenden Jahren die Beschäftigung älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich gesteigert. In der M+E-Industrie ist die Zahl der Mitarbeiter in der Altersklasse „60+“ von rund 85.000 im Jahr 2000 auf etwa 239.000 in 2014 gestiegen. Das ist ein Plus von 181 Prozent. Die Gesamtzahl der Beschäftigten stieg in der gleichen Zeit um 8 Prozent (siehe Grafik 1).

Folgt man den Ausführungen des hier zitierten Positionspapiers der Gesamtmetall (Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie) weiter, wird deutlich, dass in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Anteil der älteren Beschäftigten vergleichsweise höher als in den großen Unternehmen (5.000 und mehr Beschäftigte) ist (siehe Grafik 2). Die deutlich höhere Beschäftigungsquote älterer Mitarbeiter in den KMU ist ein Beleg dafür, dass es in der M+E-Industrie Arbeitsplätze für ältere Mitarbeiter gibt und dass diese Mitarbeiter grundsätzlich in der Lage sind, auch mit 60 Jahren und darüber hinaus in der M+E zu arbeiten.

Andererseits zeigt der relativ geringe Anteil von Älteren in den Großbetrieben, dass oftmals von finanziell attraktiven Angeboten für einen Vorruhestand Gebrauch gemacht wird. Ebenso resultiert der heutige Grad der Beschäftigung älterer Mitarbeiter z.T. noch aus den Programmen der Altersteilzeit, die in der Vergangenheit das Ziel hatten, Arbeitsplätze für junge Mitarbeiter verfügbar zu machen.

Angebote für einen Vorruhestand als auch zur Altersteilzeit werden für Arbeitgeber vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels zukünftig keine Lösungen im Umgang mit älteren Arbeitnehmern sein, denn es ist klar, dass weniger Junge folgen auf die vielen Alten, die heute Schlüsselpositionen besetzen.

Digitalisierung als Lösung für den Fachkräftemangel

Eine Lösung, dem beginnenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist die zunehmende Digitalisierung der Industrie, die die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts in einer Weise verändern wird, die heute bestenfalls ansatzweise erkennbar ist. An immer mehr Stellen werden Maschinen und Automaten menschliche Arbeitskraft ersetzen. Selbstfahrende, selbstfliegende, selbststeuernde, rund um die Uhr einsatzbereite, nahezu fehlerfreie, hoch vernetzte, mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Systeme werden an die Stelle von Menschen treten. Frühere Entwicklungen von Maschinen und Arbeitsprozessen hatten zum Ziel, körperliche Routinearbeiten zu ersetzen. Erhebliche Fortschritte in der Arbeitsplatzgestaltung (Ergonomie) und Investitionen in moderne Produktionstechniken sowie die wachsende Bedeutung der Gesundheitsvorsorge haben in der Vergangenheit wesentlich dazu beigetragen, dass die Mitarbeiter länger im Betrieb aktiv sein können.

Jetzt geht es schlechthin um eine Neudefinition des Zusammenspiels von Mensch und Maschine mittels Steuerung über das Internet. Die damit erzielten Effizienzsteigerungen liegen vor allem zwischen den einzelnen Wertschöpfungsketten, also z.B. zwischen Lieferant und Kunde oder zwischen der Entwicklungsabteilung und der Produktion. Der Mensch als in das Geschehen unmittelbar eingreifende Subjekt tritt in den Hintergrund. Ihm kommt – mehr oder weniger – nur noch eine Überwachungsfunktion zu. Hier liegt eine Chance, ältere Mitarbeiter mit ihren beruflichen Erfahrungen und Kenntnissen und somit den Fähigkeiten, Schwachpunkte und Fehlerquelle im System zu erkennen, länger in den Prozess zu integrieren. Denn die Älteren haben Wissen und Erfahrung und die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.

Lernen für die berufliche Weiterentwicklung

Dabei ist wichtig, dass auch die Mitarbeiter die berufliche Weiterbildung als wichtiges eigenes Zukunftsthema erkennen. Führungskräfte werden somit zunehmend zum „Lerncoach“ für ihre Mitarbeiter und müssen diese in ihrer Lernentwicklung fördern und fordern. Mitarbeiter werden zunehmend zu „Lernunternehmern“. Sie erhalten zunehmend Kenntnisse und Instrumente, die sie selbst bei der Analyse und Weiterentwicklung ihres Lernverhaltens und ihrer Lernbereitschaft unterstützt.

Die berufliche Weiterbildung ist zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der M+E-Unternehmen unerlässlich. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass eine zunehmende Technisierung und Digitalisierung in die Produktionsprozesse Einzug hält.

Industrie 4.0 bietet also eine echte Chance, Ältere länger im Wertschöpfungsprozess zu halten. Befürchtungen, dass durch eine zunehmende Digitalisierung und Technisierung lediglich Arbeitsplätze zugunsten von mehr Effizienz rationalisiert werden sollen, stehen diesen Überlegungen gegenüber.

Dabei müsste ein Blick in die Vergangenheit eigentlich beruhigen. Bislang hat jede technische Neuerung mehr Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet. Und auch die Ende September 2015 veröffentlichte Studie zu Industrie 4.0 der Boston Consulting Group verweist insgesamt auf eine positive Entwicklung. Bis 2025 würden zwar 610.000 Stellen verloren gehen, dafür aber ca. eine Million neue hinzukommen. Basis für einen solchen Verlauf ist nicht zuletzt die stetige Weiterbildung sowie die immer wieder von neuem geforderte Anpassung der Erwerbsbevölkerung an den technologischen Fortschritt. Dies ist jedoch keineswegs ein Automatismus, zumal die Zeitfenster immer kürzer werden, in denen die Menschen Zeit haben, sich den neuen Strukturen anzupassen.

Integration in die Arbeitswelt 4.0

„Die pluss Personalmanagement GmbH ist davon überzeugt, dass Industrie 4.0 in der Lage ist, alle erwerbsfähigen Altersgruppen in die Arbeit 4.0 zu integrieren“, so Jörn Löffler, Geschäftsbereichsleiter pluss Industrie. „Um unsere Kunden und Mitarbeiter auf dem Weg zu begleiten, schließen wir mit bundesweit agierenden Fort- und Weiterbildungsträgern Kooperationen ab, mit denen wir unsere Mitarbeiter oder potentielle Arbeitnehmer bei speziellen Anforderungen qualifizieren können. Wie zuletzt mit der WBS Training AG. Wir sind davon überzeugt, dass eine der nachhaltigsten Strategien zur Schließung der Fachkräftelücke ein lebenslanges Lernen beinhaltet.“

 

 


NORTEC 2016 – Fachmesse für Produktionstechnik in Norddeutschland ein voller Erfolg

Mit einem Besuch auf der Fachmesse NORTEC für Produktion im Norden haben sich die Mitarbeiter von pluss Industrie über zukunftsweisende Technologien und innovative Fertigungslösungen über alle Stationen der Wertschöpfungskette informiert. Der VDMA Workshop „Auf dem Weg zur Fertigung 4.0“ war ein besonderer Erfolg.

Mit rund 450 Unternehmen aus 16 Ländern konnte die NORTEC in diesem Jahr einen neuen Ausstellerrekord verzeichnen. Zur 15. Auflage der Fachmesse für Produktion im Norden, die am Freitag, 29. Januar, ihre Tore schloss, kamen rund 12.000 Besucher auf das Hamburger Messegelände. „Es war eine sehr vitale und anregende Messe. Wir hatten durchweg intensiven Austausch mit unseren Kunden, die auf der Messe vertreten waren und konnten auch zahlreiche neue Kontakte knüpfen“, so Jörn Löffler, Geschäftsbereichsleiter pluss Industrie. „Auf Fachmessen wie der NORTEC orientieren wir uns über diezukünftigen Anforderungen unserer Industriekunden an unsere Mitarbeiter“, so Löffler weiter.

Begleitet wurde die NORTEC von einem hochkarätigen Programm mit Vorträgen, Workshops und attraktiven Sonderschauen. Ein Besuchermagnet war die Sonderschau 3D-Druck, auf der unter anderem eine Sportwagen-Studie mit Karosserie aus dem 3D-Drucker präsentiert wurde. Besonders interessant war der sehr gut besuchte VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer) Workshop „Auf dem Weg zur Fertigung 4.0“. „Kein Industrieunternehmen kommt an diesem Thema vorbei. Wir haben gezeigt, welche konkreten Produktionen und Produkte es bereits gibt. Außerdem haben wir Hand-Outs mit Diagrammen vorbereitet, die es den Teilnehmern ermöglichen, eine persönliche Benchmark aufzustellen. Bei der nächsten NORTEC können wir dann überprüfen, wie sich die Unternehmen entwickelt haben“, sagt Dr. Jörg Mutschler, Geschäftsführer VDMA Nord.

Wie stark dieses Thema die Branche elektrisiert, beweist die Rekordzahl von mehr als 150 Teilnehmern. „Auf dem Workshop haben verschiedene Unternehmen konkrete Beispiele und Bausteine vorgestellt und Schritte auf dem Weg zur Industrie 4.0 aufgezeigt“, so Jörn Löffler, der an dem Workshop teilnahm. „Ganz besonders begeistert war ich von der Vielzahl der Praktiker aus den Betrieben, die mit gezielten Beiträgen und Diskussionen zeigten, dass das Thema bereits jetzt in vielen Betrieben angekommen ist. Ein insgesamt sehr gelungener Workshop, der Lust auf mehr macht und hoffentlich seine Fortsetzung bei der NORTEC 2018 haben wird.


Messetermine 2016


HANNOVER MESSE
25. - 29. April 2016
Messegelände Hannover

SMM Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft
6. - 9. September 2016
Hamburg Messe

FMB Zuliefermesse Maschinenbau
09.– 11.November 2016
Messezentrum Bad Salzuflen

 

 


„An Apple a Day“ – Gesundheitsförderung im Betrieb kommt an pluss-Gruppe führt Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ein

Zunehmender Fachkräftemangel, ein wachsender Anteil Älterer an den Beschäftigten und steigende Ausgaben in den Sozialsystemen machen deutlich: Prävention und Investitionen in die Gesundheit werden wichtiger – und zwar für jeden Einzelnen. Das bedeutet auch: Betriebe rücken stärker in den Fokus, denn sie sind für die Mehrzahl der Beschäftigten in Deutschland der Ort, an dem sie einen Großteil ihrer Zeit verbringen.

Unter dem Titel „An Apple a Day…“ stellt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) die Auswertung der Ergebnisse einer Online-Umfrage aus dem November 2013 vor, an der sich 1.500 Unternehmen beteiligten. 30 Prozent aus der Industrie, 20 Prozent aus dem Handel und Dienstleitungen 46 Prozent.

Gut ein Drittel der Betriebe plant für die kommenden fünf Jahre verstärkte Aktivitäten im Bereich Gesundheitsförderung (siehe Grafik 1). 90 Prozent der Unternehmen bieten mindestens eine Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung an oder planen dies konkret.

Das Bewusstsein für Gesundheitsförderung wächst

Fazit der vorliegenden Umfrage ist: Es tut sich einiges in der betrieblichen Gesundheitsförderung – über die gesetzlich vorgegebenen Regelungen des Arbeitsschutzes hinaus. Das Bewusstsein dafür, dass hier nicht zuletzt ein wichtiger Baustein zur Fachkräftegewinnung und -sicherung liegt, wächst in den Betrieben – über alle Betriebsgrößen hinweg.

„Um die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit unserer Mitarbeiter auch in Zukunft zu erhalten, reichen der pluss Personalmanagement GmbH Einzelmaßnahmen (Fitnessstudio, Ergonomie am Arbeitsplatz) der betrieblichen Gesundheitsförderung nicht mehr aus“, so Jörn Löffler, Geschäftsbereichsleiter Industrie. „Mit der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements für alle Mitarbeiter sowohl im Innendienst wie auch für Zeitarbeitnehmer, die sich täglich im Kundeneinsatz befinden, wollen wir den Erhalt und die Förderung ihrer Gesundheit langfristig unterstützen. Darüber hinaus möchte die pluss-Gruppe ihre Rolle als attraktiver Arbeitgeber einmal mehr unterstreichen.“

Zusätzlich zu den internen Strukturen, die geschaffen werden, um BGM unternehmensweit zu integrieren, können alle pluss Mitarbeiter gemäß der ermittelten Belastungsschwerpunkte ihres Berufsbildes spezielle Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung kostenlos in Anspruch nehmen. Um die Mitarbeiter hierbei professionell zu begleiten, sind die DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) und pluss eine Kooperation eingegangen. Die DAK-Gesundheit unterstützt in Form von Gesundheitstagen, individuellen Angeboten und online-Coachings zu unterschiedlichen Themen.


Fachkräfte und neue Azubis gewinnen – Kampagnen der Industrie zum Mitmachen

Was kann getan werden, um technische Berufe und Facharbeiterberufe nach außen attraktiver erscheinen zu lassen und dem Nachwuchsmangel zu begegnen? Verbände, Institutionen und Unternehmen suchen immer wieder gemeinsam nach Lösungen.

pluss Industrie möchte Sie an dieser Stelle auf einige gute Ideen aufmerksam machen und für die Teilnahme an Aktionen und Imagekampagnen motivieren.

Das Herz der Wirtschaft

Auf Initiative des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie entstand die Kampagne „Das Herz der Wirtschaft“. Ziel der Kampagne ist es, die Arbeit der Industrie und deren Bedeutung für die Volkswirtschaft transparent zu machen und Menschen für eine Mitarbeit zu interessieren oder das oftmals noch schlechte Image der Industrie ins richtige Licht zu rücken.

Dies gelingt mit vielen plastischen Beispielen, wie Berichten aus Betrieben, Videos, Gesprächen mit Auszubildenden und Mitarbeitern sowie tollen Bildern von Menschen, mit denen die Identifikation leicht fällt. Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage: www.herz-der-wirtschaft.de

Lange Nacht der Industrie

Die „Lange Nacht der Industrie“ ist ein Veranstaltungsformat, das im Umfeld der Industrie zusammen bringt, was zusammen gehört: die Industrie als bedeutenden Wirtschaftsfaktor und die regionale Bevölkerung. Interessierte Menschen erleben spannende Industrieunternehmen, attraktive Arbeitgeber und engagierte Ausbilder hautnah – Unternehmen jeder Größe und Industriebranche lernen ihre Zielgruppen direkt vor Ort kennen. Das ist in Kürze die Idee, die seit 2008 so gut arbeitet, dass inzwischen deutlich mehr als 450 Unternehmen und rund 40.000 Teilnehmer in bundesweit 11 Regionen an dem Projekt teilgenommen haben. Möchten Sie als Unternehmen an dieser Kampagne teilnehmen: www.langenachtderindustrie.de

Tag der Technik

Initiatoren der Aktion „Tag der Technik“ ist der Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Im Mittelpunkt des Tages der Technik stehen Kinder und Jugendliche, die in verschiedenen Städten Deutschlands die Möglichkeit haben, Betriebe von innen kennenzulernen und sich im Austausch mit Experten darüber informieren können, welche vielseitigen Berufe die Welt der Technik bietet und welche spannenden Perspektiven und Chancen Berufe in diesem Umfeld aufzuweisen haben. Für Unternehmen, die an einer Teilnahme interessiert sind: www.tag-der-technik.de

„Neben vielen anderen imagesteigernden Aktivitäten der deutschen Industrie haben wir uns entschieden, Ihnen diese drei Projekte vorzustellen, da wir selbst gute Erfahrungen mit der Teilnahme an verschiedenen Aktionen gemacht haben“, so Jörn Löffler, Geschäftsbereichsleiter pluss Industrie. „Wir wünschen viel Vergnügen bei der weiteren Recherche und hoffen, dass wir einige Unternehmen dazu bewegen können, sich an Aktionen und Kampagnen zu beteiligen.“